{"id":207,"date":"2020-10-08T06:37:21","date_gmt":"2020-10-08T06:37:21","guid":{"rendered":"https:\/\/xn--bndnis-rechtsarbeit-asyl-vsc.ch\/?p=207"},"modified":"2026-03-25T10:00:12","modified_gmt":"2026-03-25T10:00:12","slug":"test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xn--bndnis-rechtsarbeit-asyl-vsc.ch\/?p=207","title":{"rendered":"Medienmitteilung"},"content":{"rendered":"\n<h6 class=\"wp-block-heading\">8. Oktober 2020 <br>[fran\u00e7ais en bas]<\/h6>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bilanz zur Neustrukturierung des Asylbereichs<\/h2>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Eine Auswertung des \u00abB\u00fcndnis unabh\u00e4ngiger Rechtsarbeit\u00bb zeigt: Das Verfahrenstempo im umstrukturierten Asylverfahren ist zu hoch und der staatlich finanzierte Rechtsschutz funktioniert nur ungen\u00fcgend.<br><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Der Asylbereich wurde am 1. M\u00e4rz 2019 mit der Neustrukturierung wesentlich ver\u00e4ndert. Das Hauptziel der Neuerungen war die Beschleunigung der Verfahren, welche durch die zentralisierte Unterbringung der asylsuchenden Personen und der Verk\u00fcrzung s\u00e4mtlicher Fristen erreicht werden sollte. Im Sinne der Rechtsstaatlichkeit wurden zudem staatlich finanzierte Rechtsvertreter*innen (sog. Rechtsschutz) eingef\u00fchrt, welche die rechtliche Vertretung aller Asylsuchenden sicherstellen sollen. Nachdem das neue Asylverfahren nun seit \u00fcber einem Jahr in Kraft ist, zieht das B\u00fcndnis unabh\u00e4ngiger Rechtsarbeit basierend auf einer qualitativen und quantitativen Auswertung eigener Daten sowie \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Statistiken Bilanz.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/b\u00fcndnis-rechtsarbeit-asyl.ch\/\" target=\"_blank\">zur Website des B\u00fcndnis<\/a><br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/xn--bndnis-rechtsarbeit-asyl-vsc.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DOSSIER_Rechtsarbeit_DE.pdf\" target=\"_blank\">zum Bericht (DE, PDF, 41 S.)<\/a><br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/xn--bndnis-rechtsarbeit-asyl-vsc.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DOSSIER_Rechtsarbeit_FR.pdf\" target=\"_blank\">voir le rapport (FR, PDF, 42 p.)<\/a><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zentralen Erkenntnisse sind die Folgenden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Das Tempo im erstinstanzlichen Verfahren ist zu hoch.<\/strong> Dies f\u00fchrt dazu, dass die Asylgr\u00fcnde \u2013 insbesondere die medizinische Situation \u2013 seitens des Staatssekretariats f\u00fcr Migration (SEM) oft nur ungen\u00fcgend abgekl\u00e4rt werden (Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes), was durch die hohe R\u00fcckweisungsquote des Bundesverwaltungsgerichts belegt ist (Erfolgsquote von 24% im beschleunigten Verfahren). Teil dieses Problems ist, dass das SEM lediglich 18% der Verfahren vom beschleunigten ins erweiterte Verfahren \u00fcberf\u00fchrt, statt wie urspr\u00fcnglich vorgesehen 40%.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Die <strong>Mandatsniederlegung<\/strong> durch den staatlich finanzierten Rechtsschutz <strong>erfolgt zu h\u00e4ufig und oft zu Unrecht.<\/strong> Dies ergibt sich zum einen aus den tiefen Beschwerdequoten in den Bundesasylzentren (12.5%), verbunden mit den zahlreichen erfolgreich gef\u00fchrten Beschwerden von unabh\u00e4ngigen Rechtsvertretungen (Erfolgsquote von 23%). Zum anderen ist zu beachten, dass ein hoher Anteil an Beschwerden vom Bundesverwaltungsgericht selber als \u00abnicht aussichtslos\u00bb beurteilt wurden und folglich vom staatlichen Rechtsschutz h\u00e4tten gef\u00fchrt werden m\u00fcssen (59% bei den vom B\u00fcndnis gef\u00fchrten Beschwerden).<br><\/li>\n\n\n\n<li>Dies f\u00fchrt in Kombination mit den <strong>kurzen Beschwerdefristen<\/strong> und der oft <strong>peripheren Lage der Bundesasylzentren<\/strong> dazu, dass Betroffene ihre ohnehin \u00fcbereilt getroffenen Entscheide mangels Zugangs zu externer Rechtsberatung nicht weiterziehen k\u00f6nnen. Obwohl staatliche Mittel f\u00fcr eine l\u00fcckenlose Rechtsvertretung bestimmt w\u00e4ren, m\u00fcssen (zu) h\u00e4ufig andere Organisationen einspringen und die zu Unrecht niedergelegten Mandate \u00fcbernehmen \u2013 konkret erfolgen \u00fcber 50% der eingereichten Beschwerden nicht durch den staatlichen Rechtsschutz.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Ob der staatlich mandatierte Rechtsschutz eine Beschwerde vor Bundesverwaltungsgericht erhebt, <strong>variiert regional<\/strong> \u00e4usserst stark. Die Aussicht einer asylsuchenden Person auf eine Beschwerde ist bspw. in der Romandie rund viermal h\u00f6her als in der Ostschweiz.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Der <strong>Zeitdruck<\/strong> f\u00fchrt auch <strong>beim Bundesverwaltungsgericht<\/strong> zu einer Reduktion der Qualit\u00e4t der Urteile und zu anschliessenden Revisionsverfahren, was anhand einzelner Beispiele aufgezeigt wird.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund dieser und weiterer Feststellungen dr\u00e4ngen sich zwingend Anpassungen am neuen Asylsystem auf. Konkret fordert das B\u00fcndnis u.a.:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>die Einhaltung des Untersuchungsgrundsatzes durch das SEM und damit verbunden die Verl\u00e4ngerung aller erstinstanzlichen Behandlungsfristen;<br><\/li>\n\n\n\n<li>eine sorgf\u00e4ltige(re) Triage w\u00e4hrend des Asylverfahrens \u2013 komplexe F\u00e4lle m\u00fcssen konsequent ins erweiterte Verfahren \u00fcberf\u00fchrt werden, sofern sie nicht sofort positiv entschieden werden k\u00f6nnen;<br><\/li>\n\n\n\n<li>die Verl\u00e4ngerung der gesetzlichen Beschwerdefrist bei materiellen Asylentscheiden im beschleunigten Verfahren sowie bei Nichteintretensentscheiden;<br><\/li>\n\n\n\n<li>die Verl\u00e4ngerung der Behandlungsfristen des Bundesverwaltungsgerichts;<br><\/li>\n\n\n\n<li>die Offenlegung der Begr\u00fcndung zur Mandatsniederlegung durch die Rechtsvertretung, verbunden mit der Etablierung einer weniger restriktiven und dem Willen des Gesetzgebers entsprechenden Mandatsniederlegungspraxis.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcr R\u00fcckfragen<\/h5>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Aldo Brina<\/strong> \u2013 Centre social protestant Gen\u00e8ve \u2013 079 907 59 40<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Moreno Casasola<\/strong> \u2013 Freiplatzaktion Basel \u2013 TEL 078 612 75 17<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Lea Hungerb\u00fchler<\/strong>, Rechtsanw\u00e4ltin \u2013 Verein AsyLex \u2013 TEL 079 746 71 82<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Corinne Reber<\/strong> \u2013 Freiplatzaktion Z\u00fcrich \u2013 TEL 078 872 01 94<\/li>\n\n\n\n<li><strong>No\u00e9mi Weber<\/strong>, Gesch\u00e4ftsleiterin \u2013 Schweizerische Bobachtungsstele f\u00fcr Asyl- und Ausl\u00e4nderecht \u2013 TEL 076 467 05 03<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <strong>B\u00fcndnis unabh\u00e4ngiger Rechtsarbeit im Asylbereich<\/strong> ist ein Zusammenschluss verschiedener Beratungsstellen, Organisationen, Anwa\u0308lt*innen und engagierter Einzelpersonen, die Rechtsarbeit im Asylbereich leisten. Alle im Bu\u0308ndnis Vertretenen eint, dass sie sowohl im beschleunigten wie im erweiterten Verfahren ausserhalb des staatlichen Rechtsschutzes agieren. Teil des B\u00fcndnisses sind u.a die Freiplatzaktion Z\u00fcrich, die Freiplatzaktion Basel, das Centre social protestant (CSP), Gen\u00e8ve, das Solidarit\u00e4tsnetz Bern, die Schweizerische Beobachtungsstelle f\u00fcr Asyl- und Ausl\u00e4nderrecht SBAA, die Demokratischen Juristen und Juristinnen Schweiz, AsyLex sowie verschiedene Einzelpersonen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bilan de la restructuration du domaine de l\u2019asile<\/h2>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Une \u00e9valuation de la \u00ab&nbsp;Coalition des juristes ind\u00e9pendant-e-s&nbsp;\u00bb montre que le rythme des proc\u00e9dures est trop rapide et que la protection juridique financ\u00e9e par l&#8217;\u00c9tat ne fonctionne pas correctement.<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Le 1er mars 2019, une restructuration profonde du domaine de l&#8217;asile est entr\u00e9e en vigueur. Son objectif principal \u00e9tait d&#8217;acc\u00e9l\u00e9rer les proc\u00e9dures, ce qui devait \u00eatre r\u00e9alis\u00e9 en centralisant l&#8217;h\u00e9bergement des demandeurs d&#8217;asile dans de grands centres f\u00e9d\u00e9raux et en raccourcissant tous les d\u00e9lais de proc\u00e9dure. Pour garantir l&#8217;\u00c9tat de droit, des repr\u00e9sentant-e-s juridiques financ\u00e9-e-s par l&#8217;\u00c9tat (aussi appel\u00e9-e-s \u00ab&nbsp;protection juridique&nbsp;\u00bb) ont \u00e9t\u00e9 mis-e-s en place pour assurer la repr\u00e9sentation juridique de toutes les personnes en demande d&#8217;asile. La Coalition des juristes ind\u00e9pendant-e-s dresse ici un bilan de la premi\u00e8re ann\u00e9e de mise en \u0153uvre sur la base d&#8217;une \u00e9valuation qualitative et quantitative tant de ses propres donn\u00e9es que de statistiques accessibles au public.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">\u2022 <a href=\"https:\/\/b\u00fcndnis-rechtsarbeit-asyl.ch\/\">Vers le site web de la Coalition<\/a><br>\u2022 <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/xn--bndnis-rechtsarbeit-asyl-vsc.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DOSSIER_Rechtsarbeit_FR.pdf\" target=\"_blank\">Vers le rapport en fran\u00e7ais (42 pages)<\/a><br>\u2022 <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/xn--bndnis-rechtsarbeit-asyl-vsc.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DOSSIER_Rechtsarbeit_DE.pdf\" target=\"_blank\">Zum Bericht (41 Seiten)<\/a><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Voici les conclusions principales :<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Le rythme des proc\u00e9dures en premi\u00e8re instance est trop rapide<\/strong>. \u00c0 cause de cela, les faits pertinents en mati\u00e8re d&#8217;asile &#8211; en particulier la situation m\u00e9dicale des requ\u00e9rant-e-s &#8211; sont souvent insuffisamment \u00e9tablis par le Secr\u00e9tariat d&#8217;Etat aux Migrations (SEM) (en violation de la maxime inquisitoire). Le taux \u00e9lev\u00e9 d&#8217;arr\u00eats du Tribunal administratif f\u00e9d\u00e9ral donnant tort au SEM en t\u00e9moigne (24% dans les proc\u00e9dures acc\u00e9l\u00e9r\u00e9es). Une partie du probl\u00e8me est d\u00fb au fait que le SEM ne transf\u00e8re que 18 % des demandes depuis la proc\u00e9dure acc\u00e9l\u00e9r\u00e9e vers la proc\u00e9dure \u00e9tendue, au lieu de 40 % comme c\u2019\u00e9tait pr\u00e9vu initialement.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Au stade du recours, la protection juridique financ\u00e9e par l&#8217;\u00c9tat <strong>r\u00e9voque son mandat de d\u00e9fense trop souvent, et souvent \u00e0 tort<\/strong>. Cela se voit tant par le faible taux de recours d\u00e9pos\u00e9s dans les centres f\u00e9d\u00e9raux d&#8217;asile (12,5 %), que par les nombreux recours d\u00e9pos\u00e9s avec succ\u00e8s par les repr\u00e9sentant-e-s juridiques ind\u00e9pendant-e-s (taux de succ\u00e8s de 23 %). En plus, il convient de noter qu&#8217;une forte proportion de recours a \u00e9t\u00e9 jug\u00e9e comme ayant des chances de succ\u00e8s par le Tribunal administratif f\u00e9d\u00e9ral lui-m\u00eame (59 % des recours trait\u00e9s par la Coalition) et aurait donc d\u00fb \u00eatre trait\u00e9e par le syst\u00e8me de protection juridique de l\u2019\u00c9tat.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Comme <strong>les d\u00e9lais de recours sont courts et que les centres f\u00e9d\u00e9raux d&#8217;asile sont isol\u00e9s g\u00e9ographiquement<\/strong>, les personnes en demande d&#8217;asile ne pourront ensuite pas s&#8217;adresser \u00e0 des repr\u00e9sentants juridiques externes. C&#8217;est pourquoi les repr\u00e9sentant-e-s juridiques d\u00e9sign\u00e9-e-s par l&#8217;\u00c9tat ne doivent pas prendre de d\u00e9cision h\u00e2tive en mati\u00e8re de r\u00e9vocation de leurs mandats. Malgr\u00e9 l&#8217;existence d&#8217;une protection juridique financ\u00e9e par l&#8217;\u00c9tat, (trop) souvent d&#8217;autres organisations doivent intervenir et reprendre les mandats r\u00e9voqu\u00e9s \u00e0 tort &#8211; concr\u00e8tement, plus de 50 % des recours d\u00e9pos\u00e9s ne sont pas le fait du syst\u00e8me de protection juridique financ\u00e9 par l&#8217;\u00c9tat.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Le taux de recours d\u00e9pos\u00e9s par la protection juridique mandat\u00e9e par l&#8217;\u00c9tat <strong>varie beaucoup d&#8217;une r\u00e9gion \u00e0 l&#8217;autre<\/strong>. Par exemple, les chances qu&#8217;une personne en demande d&#8217;asile introduise un recours sont environ quatre fois plus \u00e9lev\u00e9es en Suisse romande qu&#8217;en Suisse orientale.<br><\/li>\n\n\n\n<li>La pression due \u00e0 un rythme de proc\u00e9dure trop rapide entra\u00eene \u00e9galement une baisse de la qualit\u00e9 des arr\u00eats du Tribunal administratif f\u00e9d\u00e9ral et des proc\u00e9dures ult\u00e9rieures de r\u00e9vision, ce que la Coalition illustre par des exemples concrets.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ces observations, et d&#8217;autres qui figurent dans le rapport, rendent imp\u00e9ratifs des adaptations du syst\u00e8me d&#8217;asile. Concr\u00e8tement, la Coalition exige, entre autres demandes:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>le respect par le SEM de sa responsabilit\u00e9 en mati\u00e8re d&#8217;\u00e9tablissement des faits et donc aussi un assouplissement des d\u00e9lais de traitement des demandes en premi\u00e8re instance;<br><\/li>\n\n\n\n<li>un triage minutieux pendant la proc\u00e9dure d&#8217;asile &#8211; les cas complexes doivent \u00eatre syst\u00e9matiquement transf\u00e9r\u00e9s en proc\u00e9dure \u00e9tendue s&#8217;ils ne peuvent pas faire l&#8217;objet d&#8217;une d\u00e9cision positive imm\u00e9diate;<br><\/li>\n\n\n\n<li>la prolongation du d\u00e9lai de recours en cas de d\u00e9cision mat\u00e9rielle en proc\u00e9dure acc\u00e9l\u00e9r\u00e9e ainsi qu&#8217;en cas de d\u00e9cision de non-entr\u00e9e en mati\u00e8re;<br><\/li>\n\n\n\n<li>la prolongation des d\u00e9lais de traitement des recours par le Tribunal administratif f\u00e9d\u00e9ral;<br><\/li>\n\n\n\n<li>qu&#8217;un-e repr\u00e9sant-e juridique qui r\u00e9voque son mandat mentionne noir sur blanc les raisons de cette r\u00e9vocation, et que par ailleurs les organismes de protection juridique adoptent une pratique de r\u00e9vocation moins restrictive, conform\u00e9ment \u00e0 la volont\u00e9 du l\u00e9gislateur.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Pour toute question:<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aldo Brina<\/strong> \u2013 Centre social protestant Gen\u00e8ve \u2013 079 907 59 40<br><strong>Moreno Casasola<\/strong> \u2013 Freiplatzaktion Basel \u2013 078 612 75 17<br><strong>Lea Hungerb\u00fchler<\/strong>, Rechtsanw\u00e4ltin \u2013 Verein AsyLex \u2013 079 746 71 82<br><strong>Corinne Reber<\/strong> \u2013 Freiplatzaktion Z\u00fcrich \u2013 078 872 01 94<br><strong>No\u00e9mi Weber<\/strong>, Gesch\u00e4ftsleiterin \u2013 Schweizerische Beobachtungsstelle f\u00fcr Asyl- und Ausl\u00e4nderecht \u2013 076 467 05 03<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">La Coalition des juristes ind\u00e9pendant-e-s regroupe plusieurs permanences juridiques, organisations, avocat-e-s, et personnes engag\u00e9es \u00e0 titre individuel qui effectuent du travail juridique dans le domaine de l&#8217;asile. Tous ont en commun d\u2019agir en dehors de la protection juridique financ\u00e9e par l&#8217;Etat, aussi bien en proc\u00e9dure acc\u00e9l\u00e9r\u00e9e qu&#8217;en proc\u00e9dure \u00e9tendue. Les membres de la Coalition sont, entre autres, la Freiplatzaktion de Z\u00fcrich, la Freiplatzaktion de B\u00e2le, le Centre social protestant de Gen\u00e8ve, le Solidarit\u00e4tsnetz de Berne, l&#8217;Observatoire suisse du droit d&#8217;asile et des \u00e9trangers, les Juristes d\u00e9mocrates suisses, Asylex ainsi que d&#8217;autres personnes \u00e0 titre individuel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>8. Oktober 2020 [fran\u00e7ais en bas] Bilanz zur Neustrukturierung des Asylbereichs Eine Auswertung des \u00abB\u00fcndnis unabh\u00e4ngiger Rechtsarbeit\u00bb zeigt: Das Verfahrenstempo im umstrukturierten Asylverfahren ist zu hoch und der staatlich finanzierte Rechtsschutz funktioniert nur ungen\u00fcgend. Der Asylbereich wurde am 1. 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